Monatsarchiv: Januar 2021

Ausrüstung

Technik, die schützt

6015548d81955Totmannmelder und CO-Melder.pngOb während der Übung oder im Einsatz, die Sicherheit von Feuerwehrleuten hat höchste Priorität. Ein Weg, diese Sicherheit zu gewährleisten, ist der Einsatz moderner Technologie. Die Wehr aus Pleitersheim wurde deshalb kürzlich sowohl mit Totmannmeldern wie auch einem CO-Warngerät ausgestattet.

Totmannmelder (links auf dem Bild) kommen beim Einsatz von Atemschutzgeräteträgern zum Zug und sind - montiert an den Schultergurten der Atemluftflaschen - fortan fester Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung. Sobald eingeschaltet, reagieren die Geräte auf Erschütterungen und leuchten still zum Zeichen, dass die Melder aktiv sind. In einem Notfall jedoch, wenn ein Kamerad oder eine Kameradin über längere Zeit bewegungslos bleibt - bspw. als Folge eines Bewusstseinsverlustes -, geben die Melder ein lautes, schrilles Geräusch von sich. Um so dem bei jedem Einsatz von Atemschutzgeräteträgern in ständiger Bereitschaft stehenden Sicherheitstrupp den Weg zu den womöglich verletzten Kameraden zu weisen.

CO-Warngeräte (rechts auf dem Bild) werden zunächst von den Gruppenführern während der Ersterkundung einer Einsatzstelle mitgeführt. Die Sensoren des Gerätes reagieren auf Gaskonzentrationen - hier inbesondere auf das tückische, weil geruch- und farblose Kohlenmonoxid - und geben den Gruppenführern wertvolle Informationen darüber, ob eine Einsatzstelle von den Einsatzkräften gefahrlos betreten werden kann. Löst das Gerät indes Alarm aus, ist der sofortige Rückzug geboten und es schlägt die Stunde der Atemschutzgeräteträger. Im weiteren Verlauf eines Einsatzes geht das CO-Warngerät je nach Situation sodann vom Gruppenführer auf den Angriffstrupp über.

Moderne Technik, die Leben schützt. Beide Geräte sind ein weiterer Baustein in einem sorgfältig ausgearbeiteten Sicherheitskonzept, das die gesunde Rückkehr aller Feuerwehrleute zum Ziel hat.





Übung

Heißbrandausbildung

60040ff773755Heißbrandausbildung (2).png60040ff0da0faHeißbrandausbildung (1).pngÜbung macht den Meister. Eine Regel, die natürlich auch für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Gültigkeit besitzt. Um so mehr, wenn es darum geht, sich selbst bewusst einer potentiell lebensbedrohlichen Gefahr auszusetzen. Aus diesem Grund organisierte der Kreisfeuerwehrverband Bad Kreuznach in den ersten Wochen des neuen Jahres die Möglichkeit einer Heißbrandausbildung für Atemschutzgeräteträger. Jenen Kameradinnen und Kameraden, die ausgebildet sind, mit Flasche auf dem Rücken und Maske vor dem Gesicht in die Bereiche zu gehen, da ein ungefährdetes Atmen nicht mehr möglich ist. Ihnen wurde die Chance geboten, in einem Brandcontainer die Hitzewirkung von Gebäudebränden am eigenen Leib zu erfahren; - eine Erfahrung, die man als Feuerwehrmann oder -frau recht selten macht. Zum Glück, wohlgemerkt.

In Gruppen à drei Feuerwehrleuten betraten die Kameradinnen und Kameraden gemeinsam mit einem Ausbilder den dunklen Innenraum des Brandcontainers, der mittels brennender Paletten auf Temperaturen zwischen 400 - 500 °C aufgeheizt wurde. So lautete die erste, sofort spürbare Lektion denn auch, dass heiße Luft aufsteigt und es am Boden deutlich "kälter" ist. Ein halber Höhenmeter kann bereits einen Unterschied von 100 - 200 °C ausmachen. Im Fokus der Ausbildung stand insbesondere die Sorgalt beim Anlegen der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Ob Atemschutzmaske, Flammschutzhaube oder Jacke, jeder Teil der Ausrüstung trägt seinen Teil dazu bei, die Feuerwehrleute zu schützen.

Auch die Wehr aus Pleitersheim entsandte ihre Atemschutzgeräteträger nach Stromberg, wo der Heißbrandcontainer im ehemaligen Steinbruch aufgebaut wurde. Eine wertvolle Erfahrung für die Kameradinnen und Kameraden, die einen Demut lehrt, zugleich aber Handlungssicherheit für den nächsten, echten Einsatz gibt.





Übung

Virtueller Jahresbeginn

6004076cea30dSymbol Online Schulung.pngEin neues Jahr mit neuen Herausforderungen hat begonnen. Nach wie vor verlangt die Corona-Pandemie den Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche Mühen ab, doch mit der erfolgreichen Entwicklung eines Impfstoffes rückt das ersehnte Ende dieser außergewöhnlichen Zeit in greifbare Nähe. Bis ein ausreichend großer Anteil der Bevölkerung geimpft ist, unterliegt indes auch die Freiwillige Feuerwehr weiterhin einigen Einschränkungen, etwa beim Aus- und Fortbildungsbetrieb. Denn schon der Verdachtsfall einer Infektion könnte dazu führen, dass eine Wehr außer Dienst genommen werden muss.

Um dies zu verhindern, zugleich aber die Einsatzbereitschaft nicht zu gefährden, führten die Wehren aus Pfaffen-Schwabenheim und Pleitersheim am Freitagabend, den 08. Januar 2021, gemeinsam ihre erste virtuelle Übung durch. In einer Videokonferenz unterwies Peter Waffenschmidt, Wehrführer der Einheit Pfaffen-Schwabenheim, die Kameradinnen und Kameraden in den sogenannten Unfallverhütungsvorschriften; - kurz UVV genannt. Ein sich jährlich wiederholendes Thema, um den Blick der Feuerwehrleute für die vielfältigen Gefahren an der Einsatzstelle zu schärfen, auf dass alle stets gesund nach Hause zurückkehren. Das vorwiegend theoretische Naturell der UVV machte die Unterweisung zum idealen Testobjekt für eine virtuelle Schulung. Und trotzdem es ungewohnt war, nicht im Gerätehaus, sondern am heimischen Schreibtisch zu sitzen, zog die Feedback-Runde am Ende ein positives Fazit. Die kommenden Übungen (s. Übungsplan) werden ebenso digital stattfinden, bis sich die Kameradinnen und Kameraden eines Tages wieder persönlich gegenübersitzen können.





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