Kategorienarchiv: Übungen

Übung

Heißbrandausbildung

Übung macht den Meister. Eine Regel, die natürlich auch für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Gültigkeit besitzt. Um so mehr, wenn es darum geht, sich selbst bewusst einer potentiell lebensbedrohlichen Gefahr auszusetzen. Aus diesem Grund organisierte der Kreisfeuerwehrverband Bad Kreuznach in den ersten Wochen des neuen Jahres die Möglichkeit einer Heißbrandausbildung für Atemschutzgeräteträger. Jenen Kameradinnen und Kameraden, die ausgebildet sind, mit Flasche auf dem Rücken und Maske vor dem Gesicht in die Bereiche zu gehen, da ein ungefährdetes Atmen nicht mehr möglich ist. Ihnen wurde die Chance geboten, in einem Brandcontainer die Hitzewirkung von Gebäudebränden am eigenen Leib zu erfahren; - eine Erfahrung, die man als Feuerwehrmann oder -frau recht selten macht. Zum Glück, wohlgemerkt.

In Gruppen à drei Feuerwehrleuten betraten die Kameradinnen und Kameraden gemeinsam mit einem Ausbilder den dunklen Innenraum des Brandcontainers, der mittels brennender Paletten auf Temperaturen zwischen 400 - 500 °C aufgeheizt wurde. So lautete die erste, sofort spürbare Lektion denn auch, dass heiße Luft aufsteigt und es am Boden deutlich "kälter" ist. Ein halber Höhenmeter kann bereits einen Unterschied von 100 - 200 °C ausmachen. Im Fokus der Ausbildung stand insbesondere die Sorgalt beim Anlegen der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Ob Atemschutzmaske, Flammschutzhaube oder Jacke, jeder Teil der Ausrüstung trägt seinen Teil dazu bei, die Feuerwehrleute zu schützen.

Auch die Wehr aus Pleitersheim entsandte ihre Atemschutzgeräteträger nach Stromberg, wo der Heißbrandcontainer im ehemaligen Steinbruch aufgebaut wurde. Eine wertvolle Erfahrung für die Kameradinnen und Kameraden, die einen Demut lehrt, zugleich aber Handlungssicherheit für den nächsten, echten Einsatz gibt.





Übung

Virtueller Jahresbeginn

Ein neues Jahr mit neuen Herausforderungen hat begonnen. Nach wie vor verlangt die Corona-Pandemie den Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche Mühen ab, doch mit der erfolgreichen Entwicklung eines Impfstoffes rückt das ersehnte Ende dieser außergewöhnlichen Zeit in greifbare Nähe. Bis ein ausreichend großer Anteil der Bevölkerung geimpft ist, unterliegt indes auch die Freiwillige Feuerwehr weiterhin einigen Einschränkungen, etwa beim Aus- und Fortbildungsbetrieb. Denn schon der Verdachtsfall einer Infektion könnte dazu führen, dass eine Wehr außer Dienst genommen werden muss.

Um dies zu verhindern, zugleich aber die Einsatzbereitschaft nicht zu gefährden, führten die Wehren aus Pfaffen-Schwabenheim und Pleitersheim am Freitagabend, den 08. Januar 2021, gemeinsam ihre erste virtuelle Übung durch. In einer Videokonferenz unterwies Peter Waffenschmidt, Wehrführer der Einheit Pfaffen-Schwabenheim, die Kameradinnen und Kameraden in den sogenannten Unfallverhütungsvorschriften; - kurz UVV genannt. Ein sich jährlich wiederholendes Thema, um den Blick der Feuerwehrleute für die vielfältigen Gefahren an der Einsatzstelle zu schärfen, auf dass alle stets gesund nach Hause zurückkehren. Das vorwiegend theoretische Naturell der UVV machte die Unterweisung zum idealen Testobjekt für eine virtuelle Schulung. Und trotzdem es ungewohnt war, nicht im Gerätehaus, sondern am heimischen Schreibtisch zu sitzen, zog die Feedback-Runde am Ende ein positives Fazit. Die kommenden Übungen (s. Übungsplan) werden ebenso digital stattfinden, bis sich die Kameradinnen und Kameraden eines Tages wieder persönlich gegenübersitzen können.





Übung

Hydrant "entdeckt"

Man kann viele Jahre an einem Ort leben, ohne aber alle Details zu kennen. Und auch die Feuerwehr entdeckt bisweilen noch etwas Neues. Die erste Übung nach der durch die Corona-Pandemie bedingten Pause des Aus- und Fortbildungsbetriebes nutzten die Kameraden, um einen bis dato weitgehend unbekannten Hydranten näher in Augenschein zu nehmen. Der Hydrant befindet sich umgeben von Ackerflächen auf einem Feldweg zwischen Pleitersheim und Badenheim, ist auf der Hydrantenkarte jedoch nicht verzeichnet. Entsprechend war seine Existenz den meisten Kameraden nicht bewusst. Insbesondere in Zeiten akut drohender Wald- und Flächenbrände könnte sich hingegen jede Wasserquelle als wertvoll erweisen.

Das Ziel der Übung lautete entsprechend: Funktioniert dieser Hydrant? Mittels einer kleinen Löschübung sollte sich das rasch herausfinden lassen. Als erstes Hindernis erwies sich bereits die Straßensperre hinter dem Friedhof. Denn auch wenn im Fahrzeug ein passender Schlüssel liegt, waren Teile der Sperrvorrichtung an den Metallgattern abgebrochen, sodass einige Arbeit nötig war, dem Fahrzeug den Weg frei zu machen. Am Ziel schließlich angekommen, war der Hydrant leicht zu finden, wie zu erwarten - da selten bis nie genutzt - aber bis zum Rand mit Erde und Dreck gefüllt.

Nachdem die Kameraden den Hydranten freigegraben hatten, konnte das Standrohr gesetzt werden. Schläuche ausrollen, Wasser marsch! In den heißen Sommertagen des August für die Pflanzen auf den Feldern eine Wohltat. Der Hydrant funktioniert, wenngleich der Ausgangsdruck auch etwas zu wünschen übrig lässt. Mittels eines Strahlrohrs wurde der Hydrant zum Abschluss der Übung gereinigt und wieder fachgerecht verschlossen.





Gemeinschaftsübung Freiwillige Feuerwehr Pleitersheim

Atemschutz Notfalltraining

FF-Pleitersheim-Übung.10-05-2019

Sprendlingen 10.05.2019 – Zusammen mit den Freiwilligen Feuerwehren Pfaffen-Schwabenheim und Biebesheim übten die Pleitersheim Kammeraden die Rettung eines verunfallten Atemschutz Geräteträgers im Innenangriff. Dieser musste aus dem dritten Stock gerettet werden. Ziel der Übung war es, dessen Atemschutzgerät auszuwechseln, weil dieses defekt war. Weiterhin musste dieser aus der Zwangslage bereit werden, da er nicht eigenständig gehen konnte. Diese Übungen sind sehr wichtig, weil der Ernstfall äußerst schwierig ist. Unter null Sicht quasi Blind müssen die Atemluftgeräte durch ertasten gewechselt werden. Dabei darf die Atemluftversorgung auf keinen Fall länger unterbrochen werden.


Peter Eberl   10. Mai 2019    17:00    Übungen    0    275



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