Waldbrand- und Graslandfeuerindexe gestiegen

(Symbolbild | Getty Images)

Die Waldbrand- und Graslandfeuerindexe haben in Teilen des Landkreises Bad Kreuznach, darunter auch Gebiete der VG Bad Kreuznach, die Gefahrenstufe 3 von 5 erreicht.

Voneinander unabhängig durch den Deutschen Wetterdienst (DWD) ausgegeben, beschreiben die Indexe das jeweilige meteorologische Potential für die Gefährdung durch einen Waldbrand oder ein Graslandfeuer. Die Indexe zeigen das Gefährdungspotential dabei in 5 Stufen an: 1 = sehr geringe Gefahr bis 5 = sehr hohe Gefahr.

Quellen:

Mit Blick auf den vergleichsweise niederschlagsreichen Jahresbeginn, insbesondere in den Monaten März bis Mai, mag die Frage aufkommen, weshalb die o.g. Indexe binnen kürzester Zeit wieder solch hohe Werte erreichen? Hierbei sind die Dürreperioden der vorangegangenen Jahre zu bedenken. Infolge der anhaltenden klimatischen Veränderungen, die zunehmend auch mit “Extremwettern” wie Starkregen oder Hitzewellen einhergehen, sind die Vegetation und tiefere Bodenschichten weitläufig stark ausgetrocknet. Um einen Ausgleich der zuletzt erfahrenen, wiederholten Hitzewellen zu erreichen, müsste es ca. ein Jahr nahezu täglich Niederschlag geben. Stattdessen erleben wir dieser Tage einmal mehr, dass die Thermometer Temperaturen von 35°C und mehr über einen längeren Zeitraum hinweg anzeigen. Es steht zu erwarten, dass weitere Hitzewellen im Verlauf des Sommers folgen werden.

Die Einsatzstatistik der Feuerwehren des Landkreises Bad Kreuznach offenbart, dass Vegetationsbrände aller Art (bspw. Waldbrände oder Graslandfeuer) an Häufigkeit und Intensität zunehmen. Bei der Beschaffung von Material und der Ausbildung der Feuerwehrleute stehen diese Einsatzformen entsprechend mehr und mehr im Fokus. Sind sie doch mit besonderen Herausforderungen verbunden, etwa dem Problem einer unzureichenden Wasserversorgung in abgelegenen Gebieten.

Häufigste Brandursache: Der Mensch

Die meisten Vegetationsbrände lassen sich auf menschliches Fehlverhalten zurückführen: Unsachgemäße Handhabung von Feuer, achtlos in der Natur entsorgte Zigaretten oder über trockenem Gras abgestellte Fahrzeuge (mit noch heißer Katalysatoranlage). Naturereignisse wie Blitzeinschlag oder Selbstentzündung – etwa aufgrund von Gärprozessen – stellen Ausnahmen dar. Daher möchten wir von der Freiwilligen Feuerwehr Pleitersheim an die Bürgerinnen und Bürger appellieren, durch den sorgsamen Umgang mit Hitzequellen zur Minimierung der Brandgefahr beizutragen.

  • Vermeiden Sie offenes Feuer.
  • Halten Sie beim Grillen stets einen Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher griffbereit.
  • Werfen Sie keine Zigarettenstummel in die Natur – schon aus Umweltschutzgründen nicht.
  • Parken Sie nur auf der asphaltierten Straße oder innerhalb gekennzeichneter Parkflächen.
  • Halten Sie Rettungs-, Wald- und Feldwege stets für Einsatzfahrzeuge frei.

Quelle: Umweltbundesamt

Sollten Sie einen Vegetationsbrand beobachten, verständigen Sie sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112. Welche Informationen in einem solchen Fall notwendig sind, erklären wir Ihnen unter ‘Verhalten im Notfall‘.

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