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Übung

Heißbrandausbildung

60040ff773755Heißbrandausbildung (2).png60040ff0da0faHeißbrandausbildung (1).pngÜbung macht den Meister. Eine Regel, die natürlich auch für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Gültigkeit hat. Um so mehr, wenn es darum geht, sich selbst bewusst und aktiv einer potentiell lebensbedrohlichen Gefahr auszusetzen. Aus diesem Grund organisierte der Kreisfeuerwehrverband Bad Kreuznach für die ersten Wochen des neuen Jahres die Möglichkeit einer Heißbrandausbildung für Atemschutzgeräteträger. Jenen Kameradinnen und Kameraden, die ausgebildet sind, mit Flasche auf dem Rücken und Maske vor dem Gesicht in die Bereiche zu gehen, da ein ungefährdetes Atmen nicht mehr möglich ist. Ihnen wurde die Chance geboten, in einem Brandcontainer die Hitzewirkung von Gebäudebränden am eigenen Leib zu erfahren; - eine Erfahrung, die man als Feuerwehrmann oder -frau recht selten macht. Zum Glück, wohlgemerkt.

In Gruppen à drei Feuerwehrleuten betraten die Kameradinnen und Kameraden gemeinsam mit einem Ausbilder den dunklen Innenraum des Brandcontainers, der mittels brennender Paletten auf Temperaturen zwischen 400 - 500 °C aufgeheizt wurde. So lautete die erste, sofort spürbare Lektion denn auch, dass heiße Luft aufsteigt und es am Boden deutlich "kälter" ist. Ein halber Höhenmeter kann bereits einen Unterschied von 100 - 200 °C ausmachen. Im Fokus der Ausbildung stand insbesondere die Sorgalt beim Anlegen der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Ob Atemschutzmaske, Flammschutzhaube oder Jacke, jeder Teil der Ausrüstung trägt seinen Teil dazu bei, die Feuerwehrleute zu schützen.

Auch die Wehr aus Pleitersheim entsandte ihre Atemschutzgeräteträger nach Stromberg, wo der Heißbrandcontainer im ehemaligen Steinbruch aufgebaut wurde. Eine wertvolle Erfahrung für die Kameradinnen und Kameraden, die einen Demut lehrt, zugleich aber Handlungssicherheit für den nächsten, echten Einsatz gibt.





Übung

Virtueller Jahresbeginn

6004076cea30dSymbol Online Schulung.pngEin neues Jahr mit neuen Herausforderungen hat begonnen. Nach wie vor verlangt die Corona-Pandemie den Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche Mühen ab, doch mit der erfolgreichen Entwicklung eines Impfstoffes rückt das ersehnte Ende dieser außergewöhnlichen Zeit in greifbare Nähe. Bis ein ausreichend großer Anteil der Bevölkerung geimpft ist, unterliegt indes auch die Freiwillige Feuerwehr weiterhin einigen Einschränkungen, etwa beim Aus- und Fortbildungsbetrieb. Denn schon der Verdachtsfall einer Infektion könnte dazu führen, dass eine Wehr außer Dienst genommen werden muss.

Um dies zu verhindern, zugleich aber die Einsatzbereitschaft nicht zu gefährden, führten die Wehren aus Pfaffen-Schwabenheim und Pleitersheim am Freitagabend, den 08. Januar 2021, gemeinsam ihre erste virtuelle Übung durch. In einer Videokonferenz unterwies Peter Waffenschmidt, Wehrführer der Einheit Pfaffen-Schwabenheim, die Kameradinnen und Kameraden in den sogenannten Unfallverhütungsvorschriften; - kurz UVV genannt. Ein sich jährlich wiederholendes Thema, um den Blick der Feuerwehrleute für die vielfältigen Gefahren an der Einsatzstelle zu schärfen, auf dass alle stets gesund nach Hause zurückkehren. Das vorwiegend theoretische Naturell der UVV machte die Unterweisung zum idealen Testobjekt für eine virtuelle Schulung. Und trotzdem es ungewohnt war, nicht im Gerätehaus, sondern am heimischen Schreibtisch zu sitzen, zog die Feedback-Runde am Ende ein positives Fazit. Die kommenden Übungen (s. Übungsplan) werden ebenso digital stattfinden, bis sich die Kameradinnen und Kameraden eines Tages wieder persönlich gegenübersitzen können.





Adventszeit

Frohe Weihnachten

5fe5edb3d47ecWeihnachtsgruß (Pixabay, keine Lizenz).png





Gerätehaus

Erster Bauabschnitt fertiggestellt

5fce5b7b775eaAnbau Gerätehaus Innenansicht.jpg Der Anbau für das Gerätehaus der Pleitersheimer Freiwilligen Feuerwehr nimmt mehr und mehr Gestalt an. Nachdem das Fundament gegossen war, zogen Mitarbeiter des Ingelheimer Unternehmens Gemünden GmbH & Co. KG binnen weniger Tage die Außenwände in die Höhe. Und schon jetzt lässt sich erahnen, wie das fertige Gebäude einmal aussehen wird.

Der erste Bauabschnitt ist somit nun fertig gestellt. Im nächsten Schritt folgen das Dach und Zimmereiarbeiten wie Rahmen für Fenster und Türen. Die hierfür benötigten Materialien wurden bereits angeliefert und liegen griffbereit auf dem Hof des Gerätehauses.

Eben jener Hof wird zudem in Kürze auch geöffnet, um Wasser- und Stromleitungen zu verlegen. Auf dass die Einsatzbereitschaft der Wehr nicht eingeschränkt wird, findet das Feuerwehrfahrzeug daher für einige Tage Unterschlupf in der Scheune eines Kameraden.

Gewiss werden noch mehrere Wochen vergehen, bis der Anbau bezugsfertig ist. Im ersten Quartal des neuen Jahres aber ist es soweit. Und zur Einsatzbereitschaft einer jeden Feuerwehr gehört nicht nur eine freie Ausfahrt, sondern es braucht auch Männer und Frauen, die den Platz hinter dem Steuer einnehmen. Wer gemeinsam mit uns einziehen und Teil eines unbezahlbaren Ehrenamtes werden möchte, ist herzlich willkommen.





Adventszeit

Feuerwehr warnt vor Brandgefahr

5fbf79fee7fefAdventskranz (Dirk Vorderstraße CC2.0).jpg"Advent, Advent, ein Lichtlein brennt ..." - viele Menschen verbinden mit dem bekannten Kinderreim das Bild einer flackernden Kerze auf dem Adventskranz bei gemütlicher Stimmung im vertrauten Heim. Auch Lichterketten, sonstige Kerzengestecke und natürlich der Weihnachtsbaum gehören für weite Teile der Bevölkerung zum festen Bestandteil in der Advents- und Weihnachtszeit; - insbesondere in Tagen wie diesen, da der Wunsch nach Rückkehr zur vertrauten Normalität ein allzu drängender ist.

Mieter und Wohneigentümer sollten dabei jedoch stets die leider allzu oft unterschätzte Brandgefahr im Blick behalten. Denn wie die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Kreuznach aus Erfahrung zu berichten wissen: Jedes Jahr kommt es zu zahlreichen, mitunter schweren Bränden, die durch einen sorgfältigeren Umgang mit Kerzen hätten vermieden werden können.

Oftmals wird - zumeist aus traditionellen Gründen - nicht auf echte Kerzen verzichtet. Auf dass in diesem Fall aus dem sanften Kerzenlicht kein rasch um sich greifendes Feuer wird, sollten einige Hinweise um der eigenen Sicherheit Willen beachtet werden. Andernfalls steht sonst, nicht wie in dem bereits erwähnten Kinderreim angekündigt, das Christkind vor der Türe, sondern die Feuerwehr als Retter in der Not.
 

Brandschutz- und Sicherheitstipps der Feuerwehr:

  • Brennende Kerzen oder Teelichter niemals unbeaufsichtigt lassen. Löschen Sie bei Verlassen des Raumes stets alle Kerzen und Teelichter.
  • Kerzen und Teelichter immer auf einen nicht brennbaren, stabilen Untergrund stellen (z.B. Stein- o. Keramikplatte) und von brennbaren Gegenständen (z.B. Vorhängen) fernhalten.
  • Bei vertrockneten Adventsgestecken oder Weihnachtsbäumen ist besondere Vorsicht geboten: Gestecke können z.B. mit einer Blumenspritze befeuchtet werden; Bäume sollten in einen wassergefüllten Ständer gestellt und regelmäßig gegossen werden. Trockene Bäume sind wahre Brandbeschleuniger!
  • Kerzen niemals vollständig herunterbrennen lassen, sondern rechtzeitig austauschen.
  • Während der Advents- und Weihnachtszeit stets einen gefüllten Eimer Wasser oder einen Feuerlöscher in greifbare Reichweite stellen.
  • Elektrische Kerzen bieten deutlich mehr Sicherheit und erzeugen fast keine Wärme. Achten Sie beim Kauf von elektrischer Dekoration wie z.B. Lichterketten auf das Qualitäts- und Prüfsiegel (CE, DVE, GS) und installieren Sie die Artikel ausschließlich nach den beigefügten Herstellerangaben.
  • Überprüfen Sie Kabel und Kerzenhalter auch bei elektrischer Dekoration. "Basteln" Sie niemals selbst an defekten Teilen herum. Es besteht Lebensgefahr! Defekte elektrische Dekorationen sind nicht mehr zu verwenden und zu entsorgen.
  • Beim Aufstellen des Weihnachtbaumes darauf achten, dass dieser keine Flucht- und Rettungswege durch Türen und Fenster versperrt.
  • Bewahren Sie Feuerzeuge und Streichhölzer an für Kinder nicht erreichbaren Orten auf.

Sollte es aller Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz dennoch zu einem Brand kommen, alarmieren Sie umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112.





St. Martin

Feuerwehr verteilt Weckmänner - St. Martinsaktion

5fb40461aa8ffSt. Martin Aktion.jpg"Hier ist die Feuerwehr!" - Ein Ausruf, der von vielen Menschen zumeist mit einer womöglich drohenden Gefahr verbunden wird, ließ am Abend des 11. November stattdessen zahlreiche kleine Herzen vor Freude schneller schlagen. Denn eine Woche lang hatten die Kinder der Ortsgemeinde Pleitersheim Zeit, ein in jedem Briefkasten zu findendes Ausmalbild nach Lust und Laune mit Farbe zu füllen - oder auch ein eigenes Kunstwerk anzufertigen - und dieses am Gerätehaus der Feuerwehr abzugeben. Ganze 26 Bilder fanden so ihren Weg in die Hände der Wehrführung. Ein wirklich tolles Ergebnis, das in den kommenden zwei Wochen in den Fenstern des Gerätehauses von jedermann bewundert werden kann. Vielen herzlichen Dank dafür!

Der Deal lautete: Ein Bild für einen Weckmann. Natürlich steht die Freiwillige Feuerwehr zu ihrem Wort, weshalb vier Kameraden am St. Martinstag mit Tüten bewehrt durch die Straßen der Gemeinde zogen, um den Künstlerinnen und Künstlern ihre wohlverdienten Weckmänner auszuliefern. Manche hatten gar ihre Laternen im Vorgarten oder am Fenster aufgestellt und wiesen den Feuerwehrleuten direkt den Weg. Bisweilen konnte man beobachten, wie einige der Kinder bereits aufgeregt hinter den Haustüren auf die Kameraden lauerten und es kaum erwarten konnten, bis endlich die Klingel ertönte.

Nach knapp einer Stunde waren die von der Gemeinde gespendeten Weckmänner schließlich verteilt. In Zeiten wie diesen - wenn eine Pandemie das Land im Griff hält - eine vielleicht kleine, doch wichtige Geste der Solidarität, wie uns die zahlreichen positiven Rückmeldungen auf verschiedensten Kanälen belegen.





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